Calisthenics – das abwechslungseiche Street-Workout

Calisthenics – das abwechslungseiche Street-Workout

Sicher habt ihr den Begriff Calisthenics schön öfters gehört, gelesen, oder ihr selbst seid bereits ein begeisterter Fan. Doch was genau versteckt sich hinter diesem hippen Begriff? Und wie erklärt sich die wachsende Beliebtheit des speziellen Workouts?

Ganz einfach erklärt ist Calisthenics ein Ganzkörper-Training an Gerüsten im Freien. Allgemein populär wurde das Bodyweight Training kurz nach seiner Erfindung Anfang des neuen Millenniums in New York. Begeisterte Street-Workout-Anhänger kamen in Gruppen zusammen und nutzten die Gerüste in Parks und auf Spielplätzen für unterschiedliche Ganzkörperübungen.

Dank You Tube Videos und der schnellen Verbreitung in der Online-Community entstand auf der ganzen Welt eine regelrechte Calisthenics-Welle. Auch Deutschland hat sich dem Hype angeschlossen. In den meisten größeren Städten gibt es eine entsprechende Community mit regelmäßigen Trainingsverabredungen und viel Motivation unter den Sportlern.

Calisthenics – unzählige Vorteile für deinen Körper

Denkt nicht, dieses Street-Workout sei nur etwas für Szeneanhänger. Vielmehr ist es eine fantastische Kombination aus Kraft, Ausdauer und Körperbeherrschung. Dafür sorgt die Verbindung von Übungen aus regulärem Krafttraining, Gymnastik und Turnen. Es überrascht kaum, dass Klimmzüge, Liegestütze, Kniebeugen, Dips, Beinheben und Körpergewichts-Rudern zu den Grund- und Hauptübungen eines Calisthenics-Workouts gehören. Wichtig ist, dass bei jeder Ausführung einzig die konzentrierte und ruhige Ausführung zählt. Der große Vorteil beim Workout ist der hohe Grad an Spontanität und Kreativität bei der Übungsausführung – Langeweile ausgeschlossen.

Ganz anders als ein klassisches Krafttraining

Ziehen wir einen Vergleich zum klassischen Krafttraining, gehen die Bewegungsabläufe im Calisthenics weit über ein lineares Krafttraining hinaus. Du trainierst alle Muskelgruppen und förderst eine kontinuierliche Muskelentwicklung. Zusätzlich verbesserst du deine Koordinationsfähigkeit, denn die Übungen sind viel komplexer als sie zunächst wirken. Wenn du die oben benannten Basisübungen ausführen möchtest, achte darauf, dass du bei 15-20 Wiederholungen und 2-3 Sätzen startest. Zwischen den Sätzen kannst du 60-90 Sekunden Pause einschieben.

Je schneller du Fortschritte bei sauberer Bewegungsdurchführung machst, kannst du dich an Übungen für Fortgeschrittene, wie Muscle-Up, Human Flag oder Front Lever (siehe You Tube) trauen. Denn wenn du immer die gleichen Übungen in gleicher Wiederholungszahl durchführst, kannst du auf lange Sicht gesehen, keine sichtbaren körperlichen Vorteile erzielen. Aber mit mehr Wiederholungen, mehr Sätzen, komplexeren Übungen und kürzerer Pauseneinheiten arbeitest, steigerst du automatisch deine Leistung.

Fazit

Jedes Gerüst, jede Eisenstange, jedes Gitter, jedes Treppengelände, egal ob im Park oder auf einem Spielplatz, werden bei Calisthenics zum potenziellen Trainingsgerät. Der Trainierende selbst entdeckt und erfindet sein Street-Workout immer wieder aufs Neue. Natürlich können auch bereits vorgefertigte Trainingspläne absolviert werden, aber der Reiz eines Calisthenics-Workouts ist eben die Freiheit, überall und zu jeder Zeit, nach Lust und Laune, nur mit seinem eigenen Körpergewicht effektiv zu trainieren – Abwechslung im Training garantiert!