Extremsportarten – Freeclimbing, Wingsuit Flying und Big Wave Surfing

Extremsportarten – Freeclimbing, Wingsuit Flying und Big Wave Surfing

Wenn dich die Lust auf ein atemberaubendes Abenteuer packt, wenn du auf der Suche nach einem echten Adrenalinkick bist, wenn du deine körperlichen Grenzen testen möchtest, dann ist Extremsport genau das Richtige für dich. Höher, schneller, besser, weiter als alles bisher erlebte ist das Ziel. Ob Tauchen mit Haien, von Wolkenkratzern springen und oder auf Vulkanen skaten – das sind nur einige Beispiele. Eins haben sie aber alle gemeinsam: sie sind waghalsig, grenzgängig und können lebensgefährlich sein. Daher sind Extremsportler in der Regel Spitzensportler, die ihre Grenzen neu setzen möchten und keine bloßen Draufgänger. Jeder, der eine Vorliebe für das Außergewöhnliche hat, braucht eine gute Vorbereitung. Dazu gehören in erster Linie regelmäßiges Training, eine gute Ausrüstung und ein verlässliches und erfahrenes Team. Wir stellen dir in diesem Artikel drei beliebte und äußerst waghalsige Extremsportarten vor – Adrenalinkick garantiert!

1. Freeclimbing

Klettern ist allgemein ein sehr beliebter Sport. Unzählige Touren werden von zahlreichen Vereinen angeboten. Die extreme Variante wird jedoch nur mit Seil und Haken und keine weiteren Hilfsmittel zur Fortbewegung durchgeführt und nennt sich Freeclimbing. Klettern lernt man in der Regel in einer Boulderhalle. Sicherheit wird hier großgeschrieben. Erst nach intensivem Training sollte man die Fähigkeiten in der freien Natur testen. Bevor du dich jedoch ans Freeclimbing traust, solltest du viele Jahre Erfahrung haben und hundertprozentige Körperleistung abrufen können. Nur so wirst du es schaffen, dein ganzes Körpergewicht an Felskanten hochzuziehen. Zwar ist beim Kletterer vor allem die Oberkörpermuskulatur, bzw. Ober- und Unterarme, Rücken- und Bauchmuskulatur stark ausgeprägt, aber auch eine gute Beinmuskulatur gehört dazu. Im Klartext heißt das, dass ein Spitzenkletterer alle Muskelketten gleichzeitig und zusammen beansprucht. Ein regelmäßiges Training mit Ganzkörperübungen sind für einen guten Freeclimber die Grundvoraussetzung.

2. Wingsuit Flying

Fliegen wie ein Vogel ist seit Generationen ein Menschheitstraum. Viele erfolglose Versuche in der Vergangenheit hatten das freie Fliegen fast als unmöglich abgestempelt. Aber dank neuester wissenschaftlicher Entdeckungen, besserer Technologien und Materialien ist das sogenannte freie Fliegen heute tatsächlich möglich. Die Idee hinter diesem Extremsport: ein hautenger Flügelanzug mit Stoffflächen zwischen Armen und Beinen, welche dank Luftströmen als Flügel funktionieren. In Deutschland sind 200 Fallschirmsprünge notwendig, bevor man mit Wingsuit Flying durchstarten kann. Und das ist absolut berechtigt. Bei dieser Extremsportart springen die Piloten aus einem Flugzeug und müssen absolute Körperbeherrschung aufweisen, um durch die Lüfte zu gleiten und vertikal nach unten zu fliegen und nicht horizontal zu fallen. Eine ausgeprägte und gut trainierte Bauch- und Rückenmuskulatur, sowie Bein- und Armmuskulatur sind überlebenswichtig. Beim Wingsuit Flying sind schließlich Geschwindigkeiten bis zu 160 km/h erreichbar (dies variiert je nach Absprungort und Flügelanzug) und es können Strecken von bis zu drei Kilometern zurückgelegt werden. Eine ausgeprägte Körperspannung ist für einen sicheren Flug mehr als nur erforderlich. Für die erfolgreiche Landung sorgt ein Fallschirm.

3. Big Wave Surfing

Die extreme Variante vom Wellenreiten heißt Big Wave Surfing. Das bedeutet, dass der Surfer nicht die Wellen anpaddelt wie gewöhnlich, sondern er wird entweder aus einem Hubschrauber herunter gelassen oder mit einem Jet Ski zur Welle gebracht. Warum? Weil die Wellen einfach viel zu groß sind. Hier erreicht die Welle mal eben 20 Meter und eine Geschwindigkeit von bis zu 70 km/h. Den Big Wave Surfer umschließen damit nicht selten bis zu 500.000 Tonnen Wasser. Die absolute Körperbeherrschung und ein durchweg trainierter Body sind überlebenswichtig. Gerade für die Hauptbewegung, das Wellenreiten bzw. das sichere Stehen auf dem Surfbrett, ist eine stabile Körperachse erforderlich. Schließlich erfolgt die Rotation beim Surfen ganz aus dem Lenden-Becken-Hüft-Bereich. Zusätzlich braucht der Big Wave Surfer einen durchtrainierten Oberkörper und eine starke Beinmuskulatur, um die Ausgleichsbewegungen auf dem Board zu vollführen, ohne ins Wasser zu fallen.

Fazit

Freeclimbing, Wingsuit Flying und Big Wave Surfing sind die ersten drei Extremsportarten, die wir euch vorstellen möchten. Du siehst, bei allen drei ist absolute Körperbeherrschung Voraussetzung. Ein regelmäßiges Ganzkörpertraining muss eine Selbstverständlichkeit sein. Es geht hierbei in erster Linie um Kraft und Ausdauer und nicht um Muskelmasse. Wundere dich deshalb nicht, dass professionelle Extremsportler eher eine schmächtige Statur aufweisen. Lass dich von der Optik aber nicht in die Irre führen, an Kraft sind sie einem mächtigen Bodybuilder sicherlich nicht unterlegen. Aber Vorsicht, auch wenn dich das Abenteuer packt, und du auch ans Limit gehen möchtest – Extremsportarten sind gefährlich und häufig sogar lebensgefährlich!