Iron Man – der härteste Triathlon der Welt

Iron Man – der härteste Triathlon der Welt

1978 trafen sich einige Sportbegeisterte auf Hawaii und gründeten eine sportliche Tradition – Den Iron Man Hawaii.

Dies ist ein Triathlon der Superlative von insgesamt 225 Kilometer Länge. Die Strecke teilt sich in 3,86 km Schwimmen, 180 km Radfahren und zu guter Letzt 42,2 km Laufen auf. Mittlerweile gibt es bereits einige Ableger des Iron Man Triathlons, sowie diverse Austragungsorte und Qualifikationswettbewerbe. Den Wettkampf am Ursprungsort Hawaii darf nicht jeder bestreiten. Es gibt eine begrenzte Anzahl von Plätzen, getrennt nach Profi/Amateur, Mann/Frau und Altersklassen. Beispielsweise sind nur 50 Startplätze für männliche Profis und lediglich 35 für weibliche Profis vorgesehen. Die Anzahl, wie viele Athleten letztendlich an der Startlinie stehen, variiert von Jahr zu Jahr. Im Durchschnitt sind es um die 2.000 Athleten (und mehr) die jährlich bis an ihre körperlichen Grenzen gehen und um ein Preisgeld in Höhe von 650.000 US-Dollar kämpfen.

Disziplinen: Schwimmen, Radfahren & Laufen

Bei einem der härtesten Triathlons der Welt geht es nicht nur um Ausdauer, Leistungsstärke und Kraft, sondern vor allem auch um die ganz persönliche und individuelle Herausforderung gegen die Naturgewalten und die körperlichen Grenzen. Bei der ersten Disziplin, dem Schwimmen von 3,86 km im Pazifik, kommt es nicht nur auf die Schwimmleistung der Athleten an, sondern auch auf ihre Fähigkeit, den Wellen zu trotzen und die Orientierung im Ozean nicht zu verlieren. Schafft man die vorgegebene Distanz nicht innerhalb von 2 Stunden und 20 Minuten, hat man bereits verloren. Der Wettkampf hört sogleich auf. Wird die vorgegebene Zeit erreicht, so geht es direkt mit der nächsten Disziplin weiter: dem Radfahren. Für die Strecke von 180,2 km wird den Teilnehmern alles abverlangt. Sie müssen eine Vielzahl kleinerer Hügel von bis zu 6 % Steigerung bewerkstelligen, sowie zusätzlich noch etwa 1.500 Höhenmeter bezwingen. Während der gesamten Strecke müssen sich die Sportler an die Wettbewerbsregeln des Iron Man Hawaii Triathlons, wie z. B. dem Rechtsfahrgebot, der Einhaltung des Mindestabstandes, kein willkürliches Wegwerfen von Abfall usw. halten, um nicht disqualifiziert zu werden. Die Kontrolle übernehmen sogenannten „Race-Marshalls“ bzw. der Rennpolizei. Für die Radstrecke sind insgesamt 10 Stunden und 30 Minuten vorgesehen. Auch hier gilt das gleiche Gebot wie auch fürs Schwimmen. Schaffen es die Teilnehmer nicht, die Radstrecke innerhalb der vorgegebenen Zeit zurückzulegen, hört der Triathlon an dieser Stelle für sie auf. Diejenigen, die es bis jetzt geschafft haben, brauchen noch einmal ihre volle Konzentration, Kraft, Ausdauer, Energie und Willenskraft, um die nächste Strecke von 42,195 km laufend zurückzulegen. Für den Marathon dürfen die Teilnehmer insgesamt 17 Stunden unterwegs sein. Damit ist der Wettkampf für alle Involvierten um Mitternacht beendet. Doch auch diese lange Zeitspanne ist nach den Vorleistungen im Schwimmen und Radfahren in der der Hitze Hawaiis nicht zu unterschätzen.. Der- oder diejenige, die alle drei Disziplinen in der kürzesten Zeit zurücklegen, werden mit dem Titel Iron Man (bzw. Woman) gekürt. 2016, wie auch im Jahr 2015, ging der Titel Iron Man Hawaii an den deutschen Athleten Jan Frodeno, der etwas knapp über 8 Stunden (genau genommen: 8:06:30) benötigte.

Wenn das Unmögliche möglich wird – Triathlon für die Besten

Iron Man Hawaii ist kein gewöhnlicher Triathlon. Für die Spitzensportler bietet dieser Wettkampf die Möglichkeit, sich mit den Besten zu messen und seine persönlichen körperlichen Grenzen zu testen. Beim Schwimmen gegen die gefährlichen, pazifischen Wellen, beim Radfahren gegen die unbarmherzigen hawaiischen Winde und letztendlich beim Laufen in unerträglicher Hitze kommt die Schmerzgrenze schneller als gedacht. Jahrelanges Training ist für die erfolgreiche Absolvierung des härtesten Triathlons der Welt. Das bedeutet ein tägliches Training von bis zu sieben Stunden am Tag. Und selbst dann kann es zu Ausfällen während des Wettkampfes kommen. Die Anstrengung kann leicht unterschätzt werden. Ärzte raten allen Teilnehmern, sich diesen Strapazen nicht öfter als einmal im Jahr auszusetzen, um ihre Gesundheit nicht unnötig zu gefährden. Denn auch wenn der Gewinner den Titel Iron Man erhält… ein Mann aus Eisen ist er keineswegs.

Fazit

Wenn ihr mal live bei einem Iron Man Triathlon dabei sein wollt oder der Meinung seid, dies wäre das Richtige für euch, habt ihr diese Möglichkeit am 14. Oktober 2017 auf Hawaii, wenn der Startschuss zum Iron Man Hawaii Triathlon 2017 fällt.