Kettlebell Training – unsere Top 5 Übungen für euer Workout

Kettlebell Training - unsere Top 5 Übungen für euer Workout

Bist du auf der Suche nach abwechslungsreichen Übungen und möchtest deiner Trainingsroutine entgegen wirken? Nichts einfacher als das! Sportliche Zusatztools wie die Kettlebell eignen sich prima, um mehr Abwechslung in dein bestehendes Workout zu bringen. So neu ist das Trainingsprinzip mit der „Kanonenkugel mit Griff“ natürlich nicht – Workouts mit Kugelgewichten haben eine uralte Tradition und gehen bis ins 18.

Jahrhundert zurück. Dass sie in jüngster Zeit ein Revival erleben, liegt an ihrer Vielseitigkeit und Handlichkeit. Kettlebells nehmen wenig Platz ein, können überall mitgenommen werden und ermöglichen eine Vielzahl an Übungsvariationen – dein Training kannst du somit zu jeder Zeit und überall abhalten! Und das Nützlichste überhaupt: mit einem Kettlebell Workout trainierst du sowohl Kraft, Ausdauer, Schnelligkeit, Beweglichkeit, Kondition sowie Herz und Kreislauf. Kein anderes Trainingsgerät ist derart effektiv und vielseitig.

Bevor wir zu den Übungen kommen, solltest du aber folgendes beherzigen: Ein Kettlebell Training ist de facto sehr effektiv aber auch technisch äußerst anspruchsvoll. Als Anfänger solltest du mit einem erfahrenen Trainingspartner oder einem Trainer arbeiten, um die richtige Technik zu erlernen. Nur so kannst du saubere und kontrollierte Übungen durchführen und das Verletzungsrisiko minimieren. Fange zusätzlich stets mit niedrigen Gewichten an. Für Männer eignen sich zunächst Kettlebells mit einem Gewicht von 12 bis 16 kg, für Frauen 6 bis 8 kg. Je nach deinem individuellen Trainingsfortschritt kannst du die Gewichte später steigern.

Jetzt kommen wir zu den fünf Top-Kettlebell-Übungen. Wenn du pro Übung drei Sätze zu je zehn Wiederholungen einplanst, hast du in nur 20 Minuten ein vollständiges Ganzkörpertraining absolviert. Fangen wir an!

1. Übung – der Swing bzw. der Schwung mit der Kettlebell –Rücken

Der Swing gehört zu den klassischen Übungen mit der Kettlebell. Das Grundprinzip mag einfach aussehen, doch der Effekt ist riesig – neben deinem Rücken trainierst du gleichzeitig auch Schultern, Trizeps, Waden und Po. Die Bewegung beim Swing erfolgt ausschließlich aus der Hüfte und dem Po. Wie auch bei allen anderen Übungen achte stets darauf, dass du sie richtig und kontrolliert durchführst.

Führe die Übung folgendermaßen aus: stelle die Kettlebell vor deinen Füßen auf und gehe einen Schritt zurück. Jetzt stellst du dich gerade auf, deine Beine sind etwas weiter als schulterbreit voneinander entfernt, die Fußspitzen zeigen leicht nach außen. Nun beugst du deine Knie und drückst den Po nach hinten, der Rücken bleibt gerade. Achte darauf, dass du nicht ins Hohlkreuz fällst. Umfass die Kettlebell fest mit beiden Händen, spanne deinen Bauch an, ziehe die Schultern zurück und kneife den Po zusammen.

Halte die Spannung und schwing die Kugel zwischen deinen Beinen nach hinten, und beim Rückschwung streckst du deine Knie und schwingst die Kugel mit gestreckten Armen bis zur Brusthöhe. Danach zurück in die Knie, die Kugel zwischen deinen Beinen schwingen und wieder hochkommen.

2. Übung – Squats bzw. Kniebeugen mit der Kettlebell– Beine und Po

Mit Kniebeugen trainierst du deine ganzen Beine und bekommst einen knackigen Po. Mit Kettlebell Kniebeugen verstärkst du diesen Effekt zusätzlich. Stelle dich etwa schulterbreit hin, deine Fersen bleiben fest auf dem Boden, die Kettlebell hältst du während der ganzen Übung mit gebeugten Armen vor deiner Brust. Jetzt in die Hocke gehen und wieder hoch kommen. Achte immer auf einen geraden Rücken und mache einige Wiederholungen. Möchtest du den Schwierigkeitsgrad der Übung erhöhen, kannst du deine Arme auch ausstrecken, anstatt sie vor der Brust gebeugt zu halten.

3. Übung – Iron Cross oder das Eiserne Kreuz mit der Kettlebell – Schultern und Oberkörper

Mit dem Kettlebell Iron Cross trainierst du deine Schultern und deinen gesamten Oberkörper. Die Übung solltest du mit möglichst wenig Gewicht beginnen und erst Schritt für Schritt steigern. Gehe in die Anfangsposition: Hebe mit jeweils einer Hand eine Kettlebell auf und stell dich aufrecht hin. Deine gestreckten Arme liegen links und rechts am Körper an, die Füße sind etwa schulterbreit voneinander entfernt und die Knie leicht gebeugt.

Nun hebst du die Kugeln schwungvoll über deinen Kopf und hältst die Spannung. Deine Arme bleiben gestreckt. Ganz langsam lässt du beide Arme in einem weiten Bogen nach links und rechts außen nach unten senken bis diese parallel zum Boden sind. Nun hältst du die Spannung einige Sekunden und führst die Kugeln erneut über deinen Kopf und lässt sie wieder sinken.

4. Übung – Kettlebell Überzug auf dem Boden – Brust- und Sägezahnmuskeln

Mit dem Kettlebell Überzug auf dem Boden trainierst du insbesondere deine obere Brustmuskulatur. Lege dich auf den Boden und positioniere zwei Kugeln rechts und links neben dir. Der Rücken und der Kopf sind gerade, die Knie sind gebeugt. Nun nimmst du die Kettlebells und hältst sie vor deiner Brust Richtung Decke. Jetzt bewegst du deine Arme über deinen Kopf Richtung Boden und hältst für einige Sekunden die Anspannung (die Arme sind nun leicht gebeugt).

Dann führst du die Gewichte erneut nach vorne Richtung Decke mit gestreckten Armen zurück. Auch hier hältst du die Spannung für einige Sekunden bis du die Gewichte erneut über Kopf Richtung Boden führst. Wenn du den Schwierigkeitsgrad erhöhen möchtest, kannst du während der Übung deine Beine gestreckt in der Schwebe halten, anstatt gebeugt auf dem Boden.

5. Übung – Russian Twist mit der Kettlebell auf dem Boden – Bauchmuskeltraining

Bei dieser Übung trainierst du sowohl deine seitlichen als auch deine vorderen Bauchmuskeln. Setze dich auf den Boden hin, der Rücken ist gerade und leicht nach hinten gebeugt. Deine Beine hältst du gebeugt in der Schwebe. Die Kettlebell stellst du rechts neben deinem Körper auf. Nun fasst du die Kettlebell mit beiden Händen fest um und hebst sie über deinen Bauch und bringst sie auf die linke Seite, tippst kurz auf den Boden und bringst sie erneut über deinen Bauch zurück zur rechten Seite.

Wieder kurz den Boden mit der Kugel berühren und erneut auf die andere Seite bringen. Die Bewegung passiert im Rumpf, achte darauf, dass du deine Beine und Arme nicht viel bewegst. Ist die Übung zu heavy für den Anfang, kannst du deine Beine, in den Knien gebeugt, auch auf den Boden legen, anstatt sie in der Schwebe zu halten.

Fazit

Mit diesen fünf Top-Kettlebell-Übungen hast du ein anspruchsvolles und doch extrem effektives Ganzkörpertraining in nur wenigen Minuten absolviert. Versuche es einfach. Je besser du mit den Kanonenkugeln umgehen kannst, desto mehr Übungen kannst du durchführen – es gibt zahlreiche Variationen. Je nach Trainingsfortschritt wirst du sicherlich die passenden Gewichte und auch die besten Übungen für dich persönlich entdecken. Fang einfach an. Freu dich auf ein abwechslungsreiches und doch intensives Kettlebell Workout.