Mixed Martial Arts – eine besondere Kampfsportart

Mixed Martial Arts – eine besondere Kampfsportart

Die Einen nennen es Kampfkunst, die Anderen einen blutrünstigen Straßenkampf mit zahlendem Publikum. Doch die Zahl der Anhänger von Mixed Martial Arts (MMA) steigt seit einigen Jahren stark an. Wir erklären dir, wovon bei MMA die Rede ist.

Was genau ist Mixed Martial Arts?

Ganz einfach ausgedrückt ist MMA eine Kombination aus unterschiedlichen Kampfkünsten. Zum einen gibt es verschiedene Schlag- und Tritttechniken, das sogenannte „Striking“, welches vorwiegend beim Boxen, Kickboxen, Karate und Muay Thai vorkommt. Zum anderen werden Ring- und Bodenkampftechniken, das sogenannte “Grappling“, des Ringens, Judo, Sambo oder Brazilian Jiu-Jitsu angewandt. Nicht selten kommen auch andere Kampfmethoden aus weiteren Kampfsportarten hinzu.

Im Mixed Martial Arts sind alle Kampfkünste willkommen, die einen MMA Fighter im Kampf überlegener machen und letztendlich zum Sieg führen. Seine Ursprünge findet die Sportart in den frühen 90er Jahren in den USA. Bereits damals waren diese Wettkämpfe beim Ultimate Fighting Championship (UFC) sehr populär. Nur kurze Zeit später wurde MMA auch in Europa bzw. in Deutschland bekannt und findet aktuell immer mehr Anhänger.

Nicht unwesentlich trägt Conor McGregor zum Hype bei. Der gebürtige Ire zählt zu den besten und bekanntesten Mixed Martial Arts Kämpfern weltweit. Der 28-Jährige wirbt für seine Sportart und bedient sich dabei gerne der Illusion, dass man mit MMA Kampf „schwer reich“ werden kann.

Warum hat MMA einen negativen Ruf? Woher die viele Kritik?

Die Antwort auf diese Frage kann einzig mit Unwissenheit erklärt werden. Denn Mixed Martial Arts ist kein blutrünstiger Straßenkampf ohne festgeschriebene Regeln. Genauso wie bei allen anderen Sportarten existiert ein festes Regelwerk, woran sich alle Kämpfer zu halten haben. Der Kritikpunkt, dass es unsportlich ist, den am Boden liegenden Gegner zu treten oder zu schlagen, ist nicht haltbar. Beim Mixed Martial Arts Fight geht der Kampf am Boden weiter.

Schließlich gehören auch Bodenkampftechniken zu dieser Sportart. Viele Kritiker vergleichen fälschlicherweise MMA mit Boxen und vergessen dabei, dass diese beiden Kampfsportarten nicht vergleichbar sind. Die Grundvoraussetzungen stimmen nicht überein. Klar ist ein Profi-Boxer absolut unschlagbar während er auf seinen Beinen steht, fällt er zu Boden, ist der Kampf jedoch vorbei. Anders als ein MMA Kämpfer. Dieser kann sowohl im Stehen als auch im Liegen unschlagbar sein, denn dafür trainiert er letztendlich.

Fazit

Fakt ist, MMA Fighter sind alles andere als einfache Schlägertypen. Sie sind Hochleistungssportler, die immer und in jeder Position – ob im stehend oder liegend – Herr über ihren Körper sein müssen. Diese Körperdisziplin erreichen sie nur mit hartem Training in so vielen Kampfsportarten wie nur möglich. Wer in den „Käfig“ steigt, weiß, dass er einem sehr starken Gegner entgegentritt. Er weiß nicht, welches die stärkste Disziplin seines Kontrahenten ist. Und genau aus diesem Grund wird ein Mixed Martial Arts Kämpfer immer an sich arbeiten und trainieren müssen.